Das Christkind heißt dieses Jahr Feller

Wir schreiben den 24 Dezember 2007 man könnte auch durchaus Heiligabend sagen. Die Zeit der Besinnung, der Nächstenliebe und der Festlichkeiten ist gekommen. Dieses Jahr ist aber ein wenig anders als sonst denn um kurz nach sieben machen wir uns vom benachbarten Weiersbach auf zum Bärenfels-Weihnachtsmarathon.  Die Eltern meiner Frau wohnen nur etwa 5 km entfernt vom dem Weihnachtstreiben der anderen Art.

Also sind wir am Vortag mit unseren Lauffreunden Daniela und Ralf Kölsch aus Mainz bei Sabines Eltern eingefallen und haben dort einen feucht fröhlichen Abend im Kreise der Familie verbracht. Es ist zwanzig nach sieben als wir den Ort des Geschehens erreichten.

Die Anmeldung wird vom Veranstalter Robert Feller persönlich an einem Biertisch durchgeführt. Das dauert gerade mal fünf Minuten und man bekommt, unglaublich, eine handgemalte Startnummer liebevoll mit dem Maskottchen des Laufes einem Bär verziert. Genau genommen sind sogar zwei Bären auf der Startnummer.

Nach den Formalien freut man sich die Weihnachts-Marathonis zu begrüßen. Es sind viele bekannte Gesichter darunter, von Vielläufern bis zu Spitzenläufern ist alles vertreten. Es macht Spaß sich mit Gleichgesinnten über irgendwelche Laufveranstaltungen zu unterhalten.

Unser Lauffreund, Bernhard Sesterheim den ich schon seit Biel nicht mehr gesehen habe, hat mir auch gleich den Floh “Pisa-Marathon“ ins Ohr gesetzt. Dafür hat sich die Anreise doch schon gelohnt. Interessant fand ich auch die Handschuhe von Klaus Neumann. Die hat er sicher irgendwo vom Baikalsee mitgebracht. Ich habe vergessen ihn darauf anzusprechen da wir so unglaublich viel zu bereden hatten.

Dann so gegen 8:00 Uhr ging es los. Robert Feller erklärte die Streckengegebenheiten und schickte uns auf einen Rundkurs der fünfmal zu durchlaufen ist. Anfangs gilt es eine knackige Steigung zu überwinden, dann geht es immer leicht bergauf und bergab und gegen Ende der Runde läuft man wieder herunter Richtung Start/Zielbereich.  Die Strecke besteht aus Waldwegen und lässt sich sehr gut laufen. Die Starttemperatur beträgt knapp fünf Grad Minus was einem aber nicht so vorkommt da es absolut Windstill ist. Die ersten beiden Runden laufe ich mit “Keule“ Neumann und ich habe Babbelwasser. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schwubdiwub  bin ich in der dritten Runde. Ich lasse Klaus ziehen und düse nun alleine durch die Prärie.

Mir kommt es so vor als wäre die Läuferschar heute besonders freundlich. Jedes mal wenn einem ein bekanntes Gesicht entgegenkommt wird man freundlich begrüßt. Es ist aber mehr als das, es ist vielleicht auch der pure Spaß mal nicht nach irgendwelchen Zeiten zu streben.  Selbst der Führende Rainer Koch hat immer noch ein Lächeln und einen lockeren Spruch auf den Lippen.  Dann bin ich auch schon in der fünften und letzten Runde. Jetzt habe ich eine kleine  Schwächephase und laufe auf Birgit Hagelauer auf. Sie begrüßt mich, wie könnte es anders sein, mit einem freundlichen Lächeln. Wir reden ein paar Minuten und schon habe ich meine Schwächephase überwunden.

Ich laufe an den Verpflegungsstand an dem zwei Feller Frauen schon seit heute morgen in der Kälte ausharren. Es ist Silke mit ihrer Mutter Jutta die sich rührend um alle Belange der Läufer kümmern. Es gibt immer noch warmen Tee und Gebäck obwohl wir hier mitten in der Pampa sind. Man hat vorsorglich zwei Gasflaschen herbeigeschafft um den Gaskocher auch wirklich bis zur sprichwörtlich letzten Minute betreiben zu können. Einer der Läufer fordert Glühwein, den gibt es natürlich nicht. Doch wie Läufer so sind, am Verpflegungsstand sind jetzt mittlerweile sechs Läufer eingetrudelt, wollen jetzt alle einen Glühwein. Ein bisschen Spaß muss sein!!!!!

“Rennhexe“ Silke verspricht 2009 auch Glühwein auszuschenken. Ich bin mir sicher dass sie dieses Versprechen auch wahr macht. Nachdem ich jetzt doch etwas ausgekühlt bin gehe ich auf die letzten etwa 6 Kilometer.  Vier Kilometer vor dem Ziel laufe ich auf meine Frau Sabine auf. Sie ist guter Dinge hat aber noch eine weitere Runde zu laufen. Es ist Weihnachten und ich beschließe diese Runde mit ihr zusammen zu laufen. Das Zeitlimit ist eigentlich fünf Stunden. Also auf keinen Fall für Sabine mehr zu schaffen. Einige Läufer sind sogar früher gestartet um gegen 13:00 Uhr im Ziel zu sein.

Sabine hat jetzt bedenken ob sie noch auf die letzte Runde gelassen wird. Wieder am Verpflegungsstand angekommen frage ich, ob man Sabine noch auf die letzte Runde läst. Natürlich hallt es mir entgegen, wir warten bis sie wieder durchkommt, kein Problem. Die Mädels, Silke und ihre Mutter und der Bruder Stefan überschlagen sich mit guten Wünschen für Sabines letzte Runde. Stefan und Silkes Philosophie heißt kein Läufer bleibt auf der Strecke. Im Gegenteil, Sabine wird motiviert weiterzumachen und vor dem weiterlaufen noch mal gedrückt.

Wir laufen die letzten zwei Kilometer bis zur Wendemarke. Mein Marathon endet hier und Sabine darf auf ihre letzte Runde gehen. Robert Feller nimmt meine Zielzeit (4:38 Stunden) wir reden kurz und ich beschließe noch eine Runde dranzuhängen 42 und 8,5 Kilometer macht 50, was soll`s.

Und die Runde wird einfach Klasse!  Wann hat man schon mal einen Verpflegungsstand für sich alleine. Jutta Feller hatte ein Stück Kuchen in der Hand und lässt uns von ihrem Snack abbeißen.  Nach 5 Stunden und 55 Minuten finishte ich dann mit Sabine zusammen ein zweites mal diesen Lauf.  Es ist fantastisch!

Vielen dank an das Christkind in Gestalt der Familie Feller.

Zum guten Schluss durften Sabine, dritte in ihrer Alterklasse und ich obwohl nur vierter in der AK bei der Siegerehrung noch einen Preis entgegennehmen.  So ist es halt, das Christkind. Mein Freund Ralf Kölsch den ich zu diesem Lauf überredet habe wurde erster in seiner Altersklasse. Also auch hier ein perfekter Abschluss.

 

-Wunschzettel für Weihnachten 2008-

Liebes Christkind ich wünsche mir einen Startplatz

für den 3.Heiligabend-Marathon mit

der Start-Nummer 13, meiner Lieblingszahl

Die Anmeldung direkt am Start

Abgefahren ist die Handgemalte Urkunde

Ralf und Sabine

Klaus Neumann im Hintergrund Birgit Hagelauer

Gerhard Bracht, Ralf Kölsch, Dani Kölsch, Sabine Werle, Rainer Koch

Meiner einer mit dem späteren Sieger Rainer Koch

Karl-Heinz Kobus eine Minute vor dem Start

Klaus an der Wendemarke

Das "Dixi Häuschen" sehr schoen gelegen *grins*

Carmen Hildebrand will sich wohl vor mir verstecken.

Alwin Gumbrecht

Mit Speed kommt Bernhard angeflogen

Zu recht die Nummer 1 auf der Startnummer

Angie Ngamkam ist immer mit einem Lachen unterwegs

Von Runde zu Runde wird die Steigung steiler

Dani auf ihrer letzten Runde

Sabine Werle

Karl-Heinz Kobus

Lokalmatador Hans-Werner Haupental

Der Verpflegungssstand

Liebevoll dekoriert

Auftanken

Für`s Familienalbum "Rennhexe" Silke und Bernie "Ecclestone"

Stefan und Silke

Sabine Werle und Stefan Feller

Den Schalk im Nacken Karl-Heinz Kobus und Franz Feller(Sabine im Hintergrund)

Verliebt wie am ersten Tag die Laufasse Angela Ngamkam und Renè Strosny

Daumen hoch Bernhard und Sabine

Stefan und Silke warten auf Sabine und mich

Zieleinlauf von Sabine

Glückliche Finisher 

Movietown

Kilian Fey nach getaner Arbeit bei einem Bierchen

Die Siegerehrung im Movietown moderiert von Robert

Bernie Conradt -Dezember 2007-  beusa@web.de

Homepage des Veranstalters